|
Bundesstaat mit drei Refugien
Der Bundesstaat Mato Grosso liegt im Westen Brasiliens, an der Grenze zu Bolivien. Es ist einer der Bundesstaaten von Brasilien, die am dünnsten besiedelt sind. Auf einer Fläche von
über 900.000 Quadratkilometern leben nur 2,5 Millionen Einwohner. Riesige Naturlandschaften breiten sich in Mato Grosso aus. Bekannt ist Mato Grosso auch wegen seines einzigartigen,
27.000 Quadratkilometer großen Indianer Reservates “Parque Nacional do Xingú”. Hier leben 10 indigene Völker in mehr als 30 traditionellen Indianerdörfern.
Pantanal
Am bekanntesten ist das artenreiche Überschwemmungs-Gebiet Pantanal. In diesem Gebiet gibt es mehr Vogelarten als im gesamten Europa. Vor Urzeiten bildete es mit dem
Amazonastiefland eine Einheit. Viele Tier und Pflanzenarten sind deshalb dem Einflussgebiet des Amazonas ähnlich. Als Besucher können Sie die artenreiche Fauna und Flora im Nationalpark
Pantanal Matogrossense kennen lernen. Von der UNESCO ist der Nationalpark zum Weltnaturerbe erklärt worden. Der nachhaltige und schonende Tourismus ist für den Erhalt des Pantanal zur Zeit
sehr wichtig, um andere umweltzerstörende Nutzung überflüssig zu machen. Besonders zum Beobachten vieler exotischer Vögel ist die Landschaft vielerorts wegen ihrer Freisicht hervorragend
geeignet.
Chapada dos Guimaraes Ein charakteristisches Naturrefugium ist die Hochebene Chapada dos Guimarães
nahe der Hauptstadt Cuiabá. In die bis zu 830 Meter hohe felsige Landschaft haben Flüsse tiefe Täler in den Sandstein gegraben. Den Reiz dieser beeindruckenden Landschaft ist von Tafelbergen,
Wasserläufen und Schluchten geprägt. Es gibt einige Höhlen und hohe Wasserfälle.
Amazonas-Urwald
Im nördlichen Teil von Mato Grosso (zu deutsch: üppiger Wald) macht der Bundesstaat seinem Namen alle Ehre. An der Wasserscheide zum Amazonastiefland beginnt die Vegetation immer
dichter zu werden. Die Region des Urwaldes von Amazonien hat bis hier hin seine Ausläufer.
|